Ökologische und ökonomische Mobilitätssicherung

So könnte man die aktuellen Trends und Tendenzen zusammen fassen. Aufgrund der teilweise angespannten Kostensituation suchen Kunden und Leasinggeber nach Kosteneinspareffekten unter gleichzeitiger Berücksichtigung der ökologischen Auswirkung.

Sollten Ihnen weitere Trends aufgefallen sein, die wir hier nicht genannt haben, freuen wir uns über Ihren Input unter info@vmf-fuhrparkmanagement.de.

 

Die Flotte wird ‚grüner’

Die ökologische Gestaltung der Flotte ist der absolute Trend in den deutschen Fuhrparks. Mit sparsamen, kleineren Motoren wird der CO2 Ausstoß reduziert und Budgets geschont. Denn sowohl Anschaffungskosten und somit auch die Leasingraten als auch der Verbrauch sind geringer. Gleichzeitig ist es ein positiver Beitrag zur Umweltbilanz – nicht nur von Kapitalgesellschaften. Letztere müssen diese jedoch seit 2005 offen legen. Da hiermit zudem gesellschaftliche Anforderungen erfüllt werden, ist der ökologische Fuhrpark eine Steilvorlage, seine positiven Effekte zu vermarkten - und das wirkt sich fördernd auf das Unternehmensimage aus.

Die Grenzwerte für den CO2 -Ausstoß werden europaweit schrittweise bis 2015 für die gesamte Neuwagenflotte auf 120 g CO2 pro Kilometer herunter geschraubt. Das Langfristziel liegt für 2020 bei 95 g/km. Um diese Tendenz zu fördern, werden in Deutschland seit dem 1. Juli 2009 Pkw nicht mehr nur nach der Hubraumgröße, sondern auch nach dem CO2-Ausstoß besteuert.

Konsequenter Weise geht damit die umweltfreundliche Gestaltung der Carpolicy einher. Neben der Modell- und Motorenwahl, beeinflussen auch die Reifen und ihr Druck den Treibstoffverbrauch. Neue, so genannte Hochleistungsreifen, sind durch geringere Rollgeräusche und -widerstand nicht nur umweltfreundlich, sondern werden zudem mit ökologischen Materialien und in ebensolchen Produktionsprozessen hergestellt. Und, um die Fahrer der Dienstwagen zu motivieren, ihren Umweltschutzbeitrag zu leisten, werden Fahrertrainings oder Wettbewerbe ausgelobt, die eine ökologische Fahrweise vermitteln oder belohnen.

 

Alternative Antriebe

Die Zukunft gehört den alternativen Antrieben, wie Gas, Hybrid oder Elektro. Alternative Mobilitätskonzepte wie flexibles Car Sharing, das beispielsweise von Daimler ab 2010 großflächig eingeführt wird, werden zukünftig eine wichtige Rolle spielen.

Belohnung „grüner“ Konzepte

Dass „grün“ trendig ist, zeigt auch die Zunahme der öffentlichen Wettbewerbe, die ökologische Konzepte auszeichnen wie der „Green Fleet Award“ der Fleet Company, einer Tochtergesellschaft des TÜV-Süd oder der gleichnamige Award der VW Leasing. 

Das ÖKO-TREND AUTO-UMWELT- ZERTIFIKAT, das Auto-Umwelt-Gütesiegel, bewertet die Umweltverträglichkeit von Automobil-Baureihen (www.oeko-trend.de/start/index.php?page=2).

Desweiteren gibt es immer mehr Veranstaltungen, die das Thema „grüne Flotte“ fördern, zum Beispiel von Athlon Carlease, LeasePlan oder Arval, allesamt VMF-Mitglieder.

 

Ratgeber und Kalkulatoren

Ratgeber wie der VCD Leitfaden »Effizienter Fuhrpark - kostengünstig, umweltschonend, zukunftssicher« des Verkehrsclub von Deutschland klären kleine und mittlere Flotten theoretisch auf. Leasinggesellschaften beraten darüber hinaus auch bei der praktischen Umsetzung.

Welches Fahrzeug das umweltfreundlichere ist, lässt sich mit Hilfe von CO2-Kalkulatoren ausrechnen, die bei diversen Leasinggesellschaften und Branchenzeitschriften zur Verfügung stehen. Weitere Tipps halten Themenblogs bereit.

 

Mobilität in einer Hand: Fuhrpark- und Travelmanagement rücken organisatorisch näher

Da die Prozesse sowie der Einkauf sich ähneln und die Nutzer nahezu identisch sind, werden immer mehr Firmen die Mobilität in eine Hand legen, so wie es heute schon unter anderem Sharp Electronics oder die Lufthansa tun. Denn, wer einen Dienstwagen fährt, ist auch meist auf Dienstreisen und muss übernachten.

Carpolicy und Reiserichtlinien können somit aufeinander abgestimmt werden, wodurch das Mobilitätsmanagement nicht nur einfacher, sondern auch Kosten effizienter wird. Mit Implants, d. h. Mitarbeitern der Leasinggeber, Mietwagenvermieter und Reiseagenturen, die im Kundenunternehmen die wichtigsten Planungs-, Organisations- und Koordinationsaufgaben übernehmen, werden Mitarbeiterkosten gespart, Spitzen ausgeglichen und gleichzeitig externes Expertenwissen ins Unternehmen geholt.

 

Restwerte bleiben weiterhin auf niedrigem Niveau

Überkapazitäten, gesättigte oder gar geschlossene Absatzmärkte lassen Preise fallen – das ist eine alte volkswirtschaftliche Weisheit. Im Flotten- und weiter gefasst im Automobilmarkt – treffen alle genannten Faktoren zu. Die Abwrackprämie im Jahr 2009 – die Absatzförderung der Bundesregierung, um der Finanzkrise im Automobilsektor entgegen zu wirken – hat zu Vorzieheffekten sowie zu Verkäufen von Neu- zulasten von Gebrauchtwagen geführt. Rabattschlachten der Hersteller, um ihre weltweit geschätzten rund 40 Prozent Überkapazitäten in den Markt zu drücken, lassen klassische Gebrauchtwagenkäufer verständlicher Weise lieber zum fast gleich teuren Neuwagen greifen. Mittlere und große Fahrzeuge haben nach 3 Jahren nur noch ein Drittel ihres Ursprungswertes. Nur wenige Hersteller wie General Motors haben erkannt, dass nur die Kapazitätsverringerung das Problem lösen kann. Im Gegenteil, viele Hersteller planen, weitere Kapazitäten aufzubauen wie Porsche, Daimler oder VW.

Upgrades – immer größer, elektronischer und besser ausgestattete Fahrzeuge bei gleichzeitig nachlassender Kaufkraft der privaten Kunden sind ebenfalls kontraproduktiv. Die Kombination dieser Faktoren wird sich auch mittelfristig negativ auf die Restwerte auswirken. Vergleichen Sie hierzu auch den VMF-Restwertindikator auf http://www.vmf-fuhrparkmanagement.de.