Europa wächst eher moderat.
Mit 27% aller europäischen Dienstwagen ist Deutschland der bedeutendste Firmenfahrzeugmarkt, gefolgt von Großbritannien mit 24% und Frankreich mit 23%. Rund 239,8 Mio PkWs (2008) fahren auf europäischen Strassen, in Deutschland sind es 49,6 Mio. Dabei ist die höchste Pkw-Dichte pro tausend Einwohnern in Luxemburg (656 Pkw), gefolgt von Italien (597 Pkw) und dann Deutschland mit 566 Pkw. Im Durchschnitt wuchs der PkW Bestand in den letzten fünf Jahren moderat um 1,5 Prozent in Europa.
2009 wurden 15,9 Mio Pkw und Leichttransporter in Europa neu zugelassen, rund 5 Prozent weniger als im Vorjahr. Dabei stellen vier Länder 64% der Neuzulassungen: Deutschland (3,8 Mio), Frankreich (2,3 Mio), Italien (2,1 Mio) und Vereinigtes Königreich (1,99 Mio). In Deutschland wurden 23 Prozent mehr als im Vorjahr aufgrund der Abwrackprämie, dem staatlichen Konjunkturprogramm, zugelassen.
Rund 70 Milliarden Euro betrug 2008 das Leasingneugeschäft im Fahrzeugbereich. Das entspricht einer Quote für Leasingfahrzeuge am Mobilienleasing von 23%.
VMF-Gesellschaften sind in Europa marktführend.
Laut einer Datamonitorstudie für das Jahr 2008 wurden 7,9 Mio Fahrzeuge gewerblich geleast. Mehr als 60% bei herstellerunabhängigen Gesellschaften, wovon der weit größte Teil wiederum VMF Mitglieder sind. Drei von ihnen teilen sich die Plätze 1-3 gem. verwaltete Firmenfahrzeuge: Lease Plan (970 Tsd), ALD (720 Tsd) und Arval (637 Tsd). Auf den Plätzen 4 und 5 folgen die Herstellergesellschaften RCI (492 Tsd) und VW Group Leasing (454 Tsd).
Die betrachteten 19 wichtigsten Gesellschaften in Europa sind hier in 25 Ländern vertreten.
Internationales Leasing unterscheidet zwei Arten.
Noch immer ist die einheitliche Flottenlösung aufgrund länderspezifischer Gegebenheiten wie unterschiedlicher Mehrwertsteuersätze, unterschiedlicher Steuer- und Rechtslagen sowie unterschiedlicher kulturell bedingter Ansprüche und Abwicklungen schwierig.
Beim internationalen Leasing unterscheidet man zwischen Cross-Border- und Vendor-Leasing.
Cross-Border-Leasing: Der international agierende Kunden leasen beispielsweise am Standort Deutschland bei einem inländischen Leasinggeber die Fahrzeuge für seine Mitarbeiter in den einzelnen europäischen Niederlassungen oder Tochtergesellschaften. Der Standort des Leasinggebers ist unter anderem wichtig bei der Entscheidung für einen Leasinggeber, da er für die steuerliche Behandlung des Leasingfahrzeugs maßgeblich ist.
Vendor-Leasing: der international agierende Kunde least direkt bei den Nieder- lassungen oder bei Kooperationspartnern des deutschen Leasinggebers die Fahrzeuge in dem jeweiligen Land, in dem er sie für seine Mitarbeiter benötigt. Idealerweise wird er hierbei von seinem Hauptleasinggeber begleitet.
Quellen: Lease Europe, ACEA, Eurostat, Datamonitorstudie 2010