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VMF Stellungnahme zum BVF und Pressekritik

13.07.2017 10:45:02

Zur Pressemeldung des Bundesverbandes Fuhrparkmanagement (BVF) und der Kritik an unseren Aussagen zur Dieseltechnologie

Bad Homburg, Juli 2017. Der Bundesverband Fuhrparkmanagement hat eine eigene Stellungnahme und Einschätzung zum Thema Dieseltechnologie veröffentlicht und dabei die Aussagen des VMF aus dem Juni kritisch gesehen. Daraus haben einige Medien einen „Streit der Verbände“ gemacht. Das halten wir wiederum für mehr als übertrieben, daher möchten wir uns äußern:
 

  1. Es gibt keinen „Streit der Fuhrparkverbände“, es gibt nur offensichtlich andere Meinungen. Und das ist erlaubt und in Ordnung. Insofern gibt es auch keinen Ärger.
  2. Auch wir haben darauf hingewiesen, dass die Lage noch unklar ist. Wir haben nie von positiver Zukunft für den Diesel gesprochen, können aber auf Basis unserer Kundengruppe mit über 500.000 Fahrzeugen keinen „Einbruch“ bei Neuzulassungen mit Dieselantrieb feststellen. Einen leichten Rückgang, ja. Der Privatmarkt verhält sich dabei tatsächlich ganz anders.
  3. Auch der Bundesverband Fuhrparkmanagement kann derzeit keine Alternativen für den Diesel „aus der Tasche zaubern“. Welche Fahrzeuge sollen also zeitnah die deutschen Fuhrparks erobern und gleichzeitig ökonomisch und ökologisch ein adäquater Ersatz sein? Wir finden den Ansatz mit erfahrenen Fuhrparkmanagern Szenarien zu entwickeln gut und sind sehr gespannt auf die Lösungsansätze.
  4. Wir brauchen Leasingnehmer nicht zu beruhigen, denn diese haben überhaupt keine Restwertrisiken. Die VMF-Mitglieder kalkulieren seriös und haben die Märkte im Blick. Das wissen unsere Kunden.
  5. Fatale Auswirkungen“ für Leasinggesellschaften sehen wir nicht. Mit unserem fundierten Restwertindex können Mitglieder des VMF Restwertrisiken entsprechend kalkulieren. Sollte der Diesel für unsere Kunden nicht mehr die beste Lösung sein, weil es tatsächlich wirtschaftlich darstellbare Alternativen gibt, werden wir selbstverständlich entsprechend handeln, unterstützen die CarPolicy umzubauen und andere Fahrzeuge empfehlen. Unbenommen davon, kann schon heute jeder Kunde für sich selbst entscheiden, nicht mehr auf die Dieseltechnologiesetzen zu wollen.
  6. Der Bundesverband Fuhrparkmanagement behauptet, dass unsere Daten keine empirische Grundlage haben. Das geben wir gerne an die in unserer Pressemeldung zitierten Organisationen weiter (z. B. das Kraftfahrtbundesamt). Auch unser eigener Restwertindex, also das Ergebnis eigener tatsächlicher Markterkenntnissen, ist seit vielen Jahren ein bewährtes Instrument*

Michael Velte, Vorsitzender des Vorstandes des VMF


Veröffentlichungen:

BFP Newsletter, 13.07.2017  VMF widerspricht dem BVF

AF 26.7.17 | Eine Befragung bei Fuhrparkmanagern der DAT bestätigt die VMF Aussage – Diesel weiterhin für Fuhrparks attraktiv



* Der VMF-Restwert-Indikator (RWI)
Der VMF-Restwert-Indikator ist ein Langzeitvergleich des Verbands markenunabhängiger Fuhrparkmanagementgesellschaften e. V. (VMF) und ein gutes Werkzeug zur Einschätzung der Marktlage. Aus einem regelmäßig (zuletzt im Oktober 2015) "eingefrorenen" Bündel von circa 10.000 Fahrzeugen verschiedener Fabrikate, aktueller Modelle, Laufzeiten und Laufleistungen, also einem typischer Weise in einem gewerblichen Fuhrpark genutzten Mix, wird jeden Monat eine Bewertung zu Händlereinkaufspreisen durch unabhängige Marktbeobachter bspw. Schwacke sowie durch die aktuellen Erfahrungswerte aus den VMF Entwicklungen ermittelt. Durch diese monatliche Bewertung der theoretischen Vermarktung kann der Werteverlauf des Gebrauchtwagenmarktes sehr gut verfolgt werden. Das Ergebnis zeigt den durchschnittlichen Wiederverkaufswert, also den zu erzielenden Restwert der circa 36 bis 42 Monate alten Pkw.